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Welcher Internet-Teilnehmer kommt heute noch ohne Facebook aus? In Deutschland sind inzwischen knapp 24 Millionen Nutzer registriert, darunter auch zahlreiche Selbständige und Unternehmen, die das Social Network für ihr Marketing nutzen – aber auch zunehmend persönlich für Freunde und Familie. Mit der erst kürzlich eingeführten Facebook-Timeline werden Lebensereignisse, Fotos, Videos oder Statusmeldungen chronologisch dargestellt, so dass bei intensiver Nutzung eine nahezu lückenlose Lebens- oder Firmengeschichte entsteht. Von der Geburt beziehungsweise der Firmengründung bis zum heutigen Tag.

Nachfolgend habe ich die, nach meiner Ansicht, wichtigsten Tipps für Selbständige zum Schutz der eigenen Facebook-Chronik und der Privatsphäre zusammengestellt.

Mausklick mit schweren Folgen

Viele Nutzer sind sich nicht über die Folgen ihrer Veröffentlichungen im klaren. Wie beispielsweise die unbedachte Äußerung eines Schülers, der in die Mühlen der Justiz geriet. Oder der spontane Upload eines Handy-Fotos des 20-Jährigen Michael Baker, das ihn beim Benzindiebstahl zeigt, woraufhin er im Gefängnis landete. Nicht nur Nutzer machen Fehler. Auch ihre Freunde bei Facebook können Fehler machen, denn jeder Facebook-Freund kann unter Umständen die Informationen, die Sie veröffentlichen auch wieder mit anderen teilen.

Wenn ich in dem folgenden Beitrag den Begriff “Freund” verwende, meine ich damit einen “Facebook-Freund”, der meine Online-Kontaktanfrage bestätigt hat oder ich die seine. “Freund” erachte ich für mich in der Online-Welt als einen sehr dehnbaren Begriff. So fallen auch Geschäftsfreunde und Kollegen darunter.

 

Schutz des eigenen Profils vor öffentlichen Suchmaschinen

Wenn Sie nicht wünschen, dass Ihr Profil als Vorschau für fremde Nutzer angezeigt wird, die Sie beispielsweise über Suchmaschinen wie Google finden:

1. Klick auf den Pfeil, ob rechts, neben Startseite
2. Privatshäreeinstellungen
3. Werbeanzeigen, Anwendungen und Websiten -> Einstellungen bearbeiten
4. Öffentliche Suche wählen und Kasten auskreuzen

Andererseits können Sie für alle Profilangaben individuelle Einstellungen vornehmen, was gerade bei einer Mischnutzung (beruflich/privat) nach meiner Ansicht sinnvoller ist.

1. Auf der Chronik-Startseite Informationen anklicken
2. Arbeit und Ausbildung, Kontaktinformationen etc. -> Bearbeiten
3. Durch Klick auf eines der rechten Symbole legen Sie individuell fest, wer was sehen darf.

Ein Beispiel für die individuelle Einschränkung einzelner Kontaktinformationen – wie Telefonnummer und E-Mailadressen – finden Sie in folgendem Screenshot.

Wie mich meine Facebook-Freunde sehen …

Wie schnell landen Fotos dort, wo sie nicht hingehören: ein Foto von der letzten feucht-fröhlichen Privatparty, ein Foto vom eigenen, unaufgeräumten Schreibtisch.

Wie sehen meine Facebook-Freunde die Chronik? Vor allem meine Kunden und Kollegen? Wie kann ich später etwas ändern?

1. Auf der Startseite rechts oben auf Ihren Namen klicken
2. Rechts unter dem Titebild auf den Pfeil (neben Aktivitätenprotokoll) klicken
3. Anzeigen aus der Sicht von… wählen

Wenn Sie später etwas ändern möchten, auf der Chronik-Startseite den Punkt Aktivitätenprotokoll wählen. Rechts neben den Einträgen legen Sie individuell fest, was in der Chronik für wen erscheint.

 

Was einzelne Facebook-Freunde überhaupt sehen dürfen, was nicht…

Wenn Sie zum Beispiel nicht wünschen, dass Kunden private Nachrichten oder Fotos sehen sollen, legen Sie diese Einstellung für jeden Ihrer Facebook-Freunde individuell durch Listen fest.

Meine Familienmitglieder und engsten Freunde sind bei mir unter “Enge Freunde” zu finden, alle anderen Facebook-Freunde sind “öffentliche Freunde”. Ich habe die Verwaltung von weiteren Listen aufgegeben, weil es mir zu zeitaufwendig ist. Und private Informationen rund um meine Familie teile ich auch mit meinen engsten Freunden – und umgekehrt. Daher ist eine weitere Unterteilung nicht notwendig.

1. Klicken Sie auf der Startseite der Chronik auf Freunde
2. Fahren Sie mit dem Mauszeiger über den Namen eines Freundes
3. Es erscheint ein Popup-Fenster und die Angabe, welche Art von Freund er/sie ist
4. Legen Sie fest, ob es ein (öffentlicher) Freund oder ein enger Freund ist. Wenn ein gelbes Sternchen erscheint, steht er/sie auf der Liste der engeren Freunde.

Bereits bei der Freundschaftsanfrage bestimmen Sie, wer ein “enger Freund” ist. Klicken Sie bei Freundschaftsanfrage versenden ein zweites Mal auf den Button.

Sind die engeren (privaten) Freunde einmal definiert, können Sie künftig bestimmte Statusmeldungen oder Fotos nur diesen zugänglich machen. Diese Einstellung macht vor allem für die Selbständigen Sinn, die Facebook gemischt und in erster Linie beruflich nutzen.

 

Wie kann ich private Informationen nur mit meinen engsten Freunden teilen?

Mit jeder Veröffentlichung, seien es Fotos oder Statusmeldungen, bestimmen Sie, wer was sehen darf. Klicken Sie bei Statusmeldungen oder Ereignissen auf das Symbol neben “Posten”.

Wenn Sie nicht möchten, dass Kunden oder Kollegen Ihre privaten Meldungen lesen, wählen Sie “Engste Freunde”. Vorausgesetzt, Sie haben sie – wie im letzten Tipp beschrieben – vorher als solche definiert.

Wenn Sie versehentlich, beispielsweise ein privates Babyfoto, mit allen öffentlichen Facebook-Freunde geteilt haben, können Sie durch Klick auf dieses Symbol die Einstellung später ändern.

 

Welche App darf für welche Freunde an Ihre Pinnwand schreiben?

Facebook-Apps, vor allem Spiele und für Musik, erfreuen sich wachsender Beliebtheit, aber sie sind oft datenhungrig und verlangen nach vielen Rechten. So kann es passieren, dass Sie Ihren aktuellen Standort mit einer Smartphone-App für Foursquare den engsten Freunden mitteilen möchten, aber plötzlich Ihre Kunden erfahren, wo Sie sich gerade aufhalten.

Wenn Sie den Kreis der Facebook-Freunde einschränken möchten, denen eine App etwas mitteilt:

1. Den Pfeil neben Startseite (oben rechts) anklicken
2. Privatsphäre-Einstellungen wählen
3. Werbeseiten, Anwendungen und Webseiten -> Einstellungen bearbeiten
4. Anwendungen -> Einstellungen bearbeiten

Hier können Sie für einzelne Anwendung die Standardeinstellungen vornehmen, z.b. wer Beiträge in deinem Namen (von der App) wahrnehmen kann.

 

Kontrolle darüber behalten, was Facebook-Freunde über Sie veröffentlichen

Nicht jeder Facebook-Nutzer kennt sich vielleicht so gut aus wie Sie. Und so kann es passieren, dass beispielsweise Ihre Ex-Frau unschöne Dinge an Ihre öffentliche Pinnwand schreibt.

1. Den Pfeil neben Startseite (oben rechts) anklicken
2. Privatsphäre-Einstellungen wählen
3. Chronik und Markierungen -> Einstellungen Bearbeiten

4. Sie können nun individuell festlegen, ob Sie beispielsweise zustimmen müssen, wenn ein Freund Sie auf einem Foto markiert oder wer nicht in Ihre Chronik schreiben darf (Einstellung: Benutzerdefiniert)

Gewiss, es klingt nach viel Arbeit. Vor allem für die Nutzer, die bereits mehr als 100 Facebook-Freunde – wie private Freunde, Bekannte, Kollegen, Kunden und Familienmitglieder – verbuchen.

Ich habe in diesem Beitrag versucht, mich auf die wesentlichen Aspekte zu beschränken. Sicherlich stehen Ihnen unter den Privatsphäre-Einstellungen noch weitere Optionen zur Verfügung. Grundsätzlich gilt aber die Regel: Weniger ist mehr… viele virtuelle Freunde bedeuten viel Arbeit. Und Facebook ist ebenso datenhungrig wie zahlreiche Applikationen.

Das Schweizer Website-Marketing-Blog fasst die Punkte zur Facebook-Privatsphäre mit 5 wichtigen Tipps zusammen.

 

Jürgen Christ anrufen