Wie Sie vermeiden, dass Ihre Online-Inhalte leicht kopiert werden und was Sie im Ernstfall tun können.

Diebstahl von Online-Inhalten: 12 Tipps

Originale nur auf Anfrage herausgeben Verkleinerungen und Auszüge ins Web stellen – statt hochauflösender Originalfotos und detaillierter Produktbeschreibungen.

Fotos kennzeichnen Fotos mit digitalen unsichtbaren Metadaten wie Urheber und Copyright versehen, z.B. mit Software wie EXIF-Tools für Windows. Kein einhundertprozentiger Schutz, aber zur Erkennung von Amateurdieben hilfreich.

Rechte Maustaste sperren Mit einem kleinen Javascript auf jeder Webseite verhindern Sie, dass ein – unbedarfter – Leser die rechte Maustaste benutzen kann und verhindert damit ein einfaches kopieren von Inhalten. Dient nur als Schutz gegen laienhafte, ungeduldige Datendiebe.

Eigene Rechte sichern Urheberrechte dokumentieren – zum Beispiel durch Markenanmeldung, gegebenenfalls vorab bei einem Notar. Hilft beispielsweise bei Produktnamen.

Kunden und Netzwerke sensibilisieren Finderlohn für Plagiate aussetzen, Kunden mobilisieren (zum Beispiel mit Hilfe von Weblogs).

Inhalte-Diebstahl aufspüren Dienste wie Plagaware oder Copyscape helfen, Textinhalte aufzuspüren. Der kanadische Dienst Tineye findet Bilder, sogar mit nachträglichen Veränderungen am Original – wie Farben- oder Größenänderung. Vorteil: Ein Bild wird hochgeladen und das Ergebnis sofort angezeigt. „Reverse Bildsuche“ nennt sich dieses Verfahren.

Abschreckung von Amateurdieben Das Banner eines Plagiatserkennungsdienstes wie Plagaware oder Copyscape sichtbar auf der Website platzieren – zur Abschreckung.

Dokumentation für den Rechtsweg Plagiatsfunde dokumentieren – per Screenshot oder als PDF, mit Datum und genauer Webadresse – am besten mit Zeugen (Anwalt); das Internet-Archiv (web.archive.org) hilft beim Nachweis, welcher Inhalt zuerst im Web stand.

Vor dem Rechtsweg… In einem freundlichen Schreiben an die Kontaktadresse der Website bitten, den betreffenden Inhalt zu entfernen.

Internet Provider des Diebs einschalten Herausfinden, welcher Internet Provider und möglicherweise Besitzer sich hinter der Webadresse verbirgt – international: WHOIS-Dienste, in Deutschland: NIC – und den Provider bitten, den Inhalt zu löschen.

Wenn das nicht hilft: Abmahnung Den Besitzer des Internetangebotes mit Hilfe eines Anwaltes abmahnen – international mit einem „Cease and Desist Letter“.

Geklauten Inhalt aus Suchmaschinen entfernen Suchmaschinenbetreiber wie Google über die Verletzung des Digital Millenium Copyright Act (DMCA) informieren – besonders bei Verstößen in den USA – damit die Suchmaschine die Website aus ihren Suchergebnissen entfernt.

Jürgen Christ anrufen