Sie möchten sich als Fachexperte online einen Namen machen und Ihr Wissen teilen; Ihre Produkte oder Projekte präsentieren; ein Arbeitsmeeting mit freien Mitarbeitern durchführen; als Verlag oder Akademie Online-Seminare anbieten – am besten natürlich mit interaktivem Live-Video per Webcam und Mikrofon, mit  einer Möglichkeit, Folien auf einem Whiteboard zu präsentieren, mit den Teilnehmern zu chatten oder zu sprechen sowie Dokumente zum Download anzubieten?

Das Aachener Startup Edudip bietet eine übersichtliche und benutzerfreundliche E-Learning-Plattform für derartige Anforderungen. Die Basisvariante für Seminare bis zu 60 Minuten mit maximal 20 Teilnehmern ist sogar kostenfrei. Mit der API-Lösung lässt sich gleich eine ganze Online-Akademie in die eigene Website einbauen.

Die Unternehmensidee

Große Anbieter – wie Adobe mit Connect – bieten schon seit geraumer Zeit virtuelle Seminar- und Meetingräume für Unternehmen an. Sie sind meist teuer – und nicht selten viel zu kompliziert, aber in der Regel nur raumorientiert. Oft fehlt auch eine Verbindung zur Außenwelt, wie zu Social Media Kanälen. Der Aachener Diplom-Ingenieur und Gründer einer Software-Firma, Torsten Kämper, fand bei seinen Recherchen nach einer Weiterbildungsplattform vor drei Jahren kein geeignetes  deutschsprachiges Angebot und entwickelte daher selber eine Plattform. “Eine klare Vision, kombiniert mit einer gehörigen Portion Naivität waren die Gründe edudip vor zwei Jahren zu gründen”, erzählt er. Obwohl die meisten Internet-Startups in Berlin und Hamburg gegründet werden, blieb Kämper Aachen treu – alleine schon wegen der Nähe zur RWTH, der Uni, an der er einst Elektrotechnik studierte.

“Bis 2015 werden im gesamten E-Learning Markt über $100 Milliarden Dollar Umsatz prognostiziert, verständlich dass hier die Konkurrenz riesig ist. Aber neben Konzernen wie Adobe, Cisco und Citrix können wir uns mehr als gut positionieren, denn wir sind fleißig, frech und furchtlos! Das kommt bei unseren Kunden bestens an und das ist erst der Anfang”, meint Existenzgründer Kämper selbstbewusst.

Die Dienstleistungen

Die kostenfreie Basisvariante reicht für viele Hobby- oder Amateurseminare, vor allem aber für kleinere Arbeitsmeetings  völlig aus. Trainer können so viele Seminare veranstalten, wie sie möchten, auch kostenpflichtige. Eine Premium-Variante für 49 Euro monatlich ermöglicht Seminare mit unbegrenzter Dauer mit bis zu 500 Teilnehmern.

Ein weiterer Vorteil bei Edudip: Die Live-Videos können mitgeschnitten und anschließend in einem Online-Shop verkauft werden. Jede Veranstaltung hat eine Startseite mit Beschreibung, Unternehmenslogo, der Möglichkeit, sie bei Facebook oder Twitter weiter zu empfehlen, eine Teilnehmerliste sowie – im Anschluss –  Bewertungen des Referenten.

Neben den Lösungen für Lehrer, Trainer und Coaches bietet Edudip auch eine Variante für Unternehmen und Organisationen, die mehrere Seminare parallel realisieren möchten sowie eine spezielle API-Lösung. Zu den Referenzkunden zählen unter anderem die Commerzbank sowie die Soldan-Stiftung.
Der Erfolg

Aus der damaligen Vision von Torsten Kämper entwickelte sich einer der größten deutschsprachigen E-Learning-Plattformen und ein junges Unternehmen mit heute 13 Mitarbeitern. Im März begann Edudip damit, das Unternehmen auf internationale Märkte neu auszurichten.

Inzwischen fanden bei Edudip mehr als 5500 Events statt – von der Schülernachhilfe bis zum Online-Seminar über Wirtschaftsmediation. Die Webinare haben durchschnittlich acht Teilnehmer, da viele kleinere Arbeitsmeetings abgehalten werden. Am bisher größten Online-Seminar nahmen 1800 Menschen teil. Zur Vermarktung setzt Edudip vor allem auf Mundpropaganda und Social Media.

www.edudip.com

 

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